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Wann mit dem Kind ins Krankenhaus? Warnsignale bei Fieber, Sturz und Erbrechen

Tom

Tom

Gründer von Mona

29. September 2026Zuletzt aktualisiert am 5. Oktober 202613 Min. Lesezeit
Ein Elternteil hält nachts im Flur ein in eine Decke gewickeltes Kind auf dem Arm, auf der Kommode liegen Handy und Autoschlüssel, gedämpftes Lampenlicht

Dieser Blog bietet ausschließlich Tipps, Tricks und Hinweise und ersetzt keinen Arztbesuch. Bei schwerwiegenden Symptomen sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Auf einen Blick

  • ✓Sofort 112 oder direkt in die Kinderklinik: schwere Atemnot, sehr schnelle oder unregelmäßige Atmung, blasse bis bläuliche Lippen, ein Krampfanfall, ein Kind, das nicht mehr ansprechbar ist, ein steifer Nacken oder Hautflecken, die sich nicht wegdrücken lassen.
  • ✓Nach einem Sturz auf den Kopf gehören Erbrechen oder eine weiche, schwappende Beule sofort ärztlich angeschaut. Bewusstlosigkeit, Krampf, undeutliche Sprache oder Blut aus Ohr, Nase oder Mund heißt: Notruf 112.
  • ✓Außerhalb der Sprechzeiten erreichst du den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Wenn du dir Sorgen machst, weil dein Kind irgendwie verändert wirkt, ist das laut BZgA immer ein Grund, ärztlichen Rat zu holen.
Inhaltsverzeichnis
  1. Wann muss ein Kind sofort ins Krankenhaus?
  2. Solltest du die 112 rufen oder selbst in die Notaufnahme fahren?
  3. Wann musst du mit Fieber ins Krankenhaus?
  4. Wann musst du nach einem Sturz auf den Kopf ins Krankenhaus?
  5. Wann musst du bei Erbrechen oder Magen-Darm ins Krankenhaus?
  6. Wann sind Bauchschmerzen ein Fall für den Arzt?
  7. Wann ist Atemnot beim Kind ein Notfall?
  8. Was fragt dich die Notaufnahme — und wie hast du die Antworten parat?

Wann mit dem Kind ins Krankenhaus? Warnsignale bei Fieber, Sturz und Erbrechen

Es ist kurz vor Mitternacht. Dein Kind liegt mit Fieber auf dem Sofa, hat sich zweimal übergeben und wirkt anders als sonst. Du stehst mit dem Handy in der Hand im Flur und fragst dich: Fahren wir jetzt ins Krankenhaus — oder übertreibe ich?

Das Wichtigste vorweg: Die allermeisten kranken Kinder brauchen keine Notaufnahme. Es gibt aber eine kurze Liste von Zeichen, bei denen niemand abwarten sollte, und die lässt sich lernen.

Welche Warnsignale das sind, wann du die 112 wählst und wann der Bereitschaftsdienst reicht, findest du hier nach Situation sortiert: Fieber, Sturz, Erbrechen, Bauchschmerzen und Atemnot.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Unsicherheit oder im Notfall wende dich an den Notruf 112, den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 oder deinen Kinderarzt.

Wann muss ein Kind sofort ins Krankenhaus?

Sofort ins Krankenhaus gehört dein Kind, wenn es schwer Luft bekommt, nicht mehr richtig ansprechbar ist oder krampft. Auch blasse bis bläuliche Lippen, ein steifer Nacken und Hautflecken, die sich nicht wegdrücken lassen, sind Notfallzeichen. Dann rufst du die 112 — und wartest nicht ab, ob es von selbst besser wird.

Sofort Notruf 112, wenn dein Kind:

  • schwere Atemnot hat oder sehr schnell oder unregelmäßig atmet
  • blasse bis bläuliche Haut, Lippen oder Zunge bekommt
  • teilnahmslos, auffällig ruhig, verwirrt oder nicht ansprechbar ist
  • krampft oder grundlos zu Boden stürzt
  • einen steifen Nacken hat, also den Kopf nicht nach vorne beugen kann
  • Hautflecken hat, die sich mit einem Glas nicht wegdrücken lassen

Die Liste stützt sich auf zwei Quellen. Die BZgA nennt auf kindergesundheit-info.de schwere Atemnot, Teilnahmslosigkeit, Bewusstseinsstörungen, Nackensteife, Krampfen und ernsthafte Verletzungen als Gründe, sofort eine Praxis aufzusuchen oder den notärztlichen Dienst zu rufen. Sehr schnelle oder unregelmäßige Atmung und blasse bis bläuliche Haut stammen aus ihrer Liste der Sepsis-Zeichen, für die sie ausdrücklich die 112 nennt. Bei schwerer Atemnot rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, sofort den Notarzt zu rufen oder das Kind in die Klinik zu bringen. Die Elternleitlinie Fieber der Fachgesellschaften ergänzt Hauteinblutungen, die sich nicht wegdrücken lassen, etwa mit einem Glas, durch das man schaut. Ernsthafte Verletzungen, vor allem wenn sich dein Kind den Kopf heftig angeschlagen hat, gehören nach der BZgA ebenfalls sofort ärztlich versorgt — wie du nach einem Sturz einschätzt, steht weiter unten.

Einen Sonderfall hebt die BZgA eigens hervor: die Sepsis, umgangssprachlich Blutvergiftung. Warnzeichen sind erhöhte oder auch sehr niedrige Temperatur über mehrere Tage, Schüttelfrost, kalte Hände und Füße, Herzrasen, sehr schnelle oder unregelmäßige Atmung, blasse bis bläuliche Haut und ein Kind, das verwirrt oder bleibend interesselos wirkt und nicht essen will. Wenn du diese Zeichen siehst oder unsicher bist, ob eine Sepsis vorliegen könnte, rät die BZgA zum Notruf 112.

Trifft nichts davon zu, ist dein Kind wach, trinkt es und reagiert es auf dich? Dann ist heute Nacht sehr wahrscheinlich kein Krankenhaus nötig — aber ein genauer Blick auf die Situation, die dich gerade beunruhigt.

Solltest du die 112 rufen oder selbst in die Notaufnahme fahren?

Die 112 rufst du, wenn dein Kind bewusstlos ist, nicht atmet, schwere Atemnot hat oder Zeichen einer Blutvergiftung zeigt. Der Anruf ist kostenlos, auch vom Handy. Ist dein Kind ansprechbar, soll aber heute noch untersucht werden, hilft außerhalb der Sprechzeiten der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 weiter.

Dazwischen liegt der Weg, den die Elternleitlinie Fieber ausdrücklich nennt: Im Notfall wendest du dich an den Rettungsdienst unter 112 — oder fährst selbst ins nächste Kinderkrankenhaus. Bei schwerer, unklarer Atemnot mit starker Unruhe muss nach dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sofort der Notarzt gerufen oder das Kind in die Klinik gebracht werden.

Wenn du die 112 wählst, fragt die Leitstelle nach den sogenannten fünf W. Die BZgA empfiehlt, sie sich vorher einzuprägen:

  • Wo ist es passiert? Genaue Adresse, bei Dunkelheit am besten jemanden an die Straße schicken.
  • Was ist passiert?
  • Wie viele sind betroffen — und bei Kindern immer auch: wie alt?
  • Welche Verletzungen oder Krankheitszeichen siehst du?
  • Warten auf Rückfragen. Leg erst auf, wenn die Leitstelle sagt, dass sie alles hat.

Ist dein Kind bewusstlos und atmet nicht, beginnst du laut BZgA direkt mit Beatmung und Herzdruckmassage und alarmierst so schnell wie möglich die 112. Die Leitstelle hilft dir am Telefon durch die Wiederbelebung.

38,7°C um 02:14, und um 04:30 wieder?

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Wann musst du mit Fieber ins Krankenhaus?

Fieber allein ist selten ein Grund für das Krankenhaus. Entscheidend ist, wie dein Kind wirkt und was dazukommt. Die Elternleitlinie Fieber nennt als Warnzeichen unter anderem starke Schmerzen, schrilles Schreien, Empfindlichkeit bei Berührung, Fieber über drei Tage und ein Kind, das schwer krank wirkt. Dann gehört es ärztlich untersucht.

Alles aus dem roten Kasten oben gilt bei Fieber genauso — dann ist es ein Fall für die 112. Eine feste Temperaturgrenze gibt es nur bei den Jüngsten: Ein Baby unter 3 Monaten mit 38 °C, im Po gemessen, gehört sofort zum Kinderarzt oder in die Kinder-Notaufnahme, nicht erst morgen.

Darunter liegen die Warnzeichen, bei denen die Elternleitlinie zum Arztbesuch rät, außerhalb der Sprechzeiten über die 116 117:

  • Fieber länger als 3 Tage
  • starke Schmerzen, schrilles Schreien oder Empfindlichkeit bei Berührung
  • dein Kind wirkt schwer krank — oder du bist sehr besorgt oder unsicher

Die BZgA ergänzt: Auch wenn das Fieber sinkt, dein Kind aber teilnahmslos bleibt und nicht normal reagiert, gehört es angeschaut. Dasselbe gilt, wenn es bei Fieber überhaupt nicht trinken will oder einen Fieberkrampf hatte. Was bei einem Krampf Schritt für Schritt zu tun ist, steht in Fieberkrampf beim Kind: Was tun?. Wie du Fieber ohne Warnzeichen einordnest, liest du in Fieber bei Kindern: Wann ist es gefährlich?. Und wie der Glastest bei Hautflecken funktioniert, erklärt Meningokokken beim Kind.

Wann musst du nach einem Sturz auf den Kopf ins Krankenhaus?

Nach einem Sturz auf den Kopf rufst du die 112, wenn dein Kind bewusstlos ist, krampft, undeutlich spricht, nicht normal reagiert oder Blut aus Ohr, Nase oder Mund austritt. Sofort ärztlich angeschaut gehört es, wenn es sich übergibt oder eine weiche, schwappende Beule bekommt — auch wenn es sonst munter wirkt.

Blut aus Ohren, Nase oder Mund deutet laut dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte auf eine Verletzung des Gehirns hin, die umgehend behandelt werden muss — deshalb steht es hier bei der 112. Kleine Kinder fallen häufig auf den Kopf, weil er bei ihnen der schwerste Teil des Körpers ist. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte beschreibt auf Kinderärzte im Netz aber auch einen Vorteil: Ihr Kopf ist elastischer, weil die Schädelnähte noch nicht verschlossen sind. Die häufigste und leichteste Folge ist eine Gehirnerschütterung, typisch mit Schwindel, Kopfschmerzen und Erbrechen.

Zwei Punkte werden dabei leicht übersehen. Erstens kann das Erbrechen zeitverzögert kommen, und genau das ist nach dem BVKJ ein Grund für ärztliche Hilfe. Zweitens entwickelt sich ein Bluterguss im Gehirn manchmal langsam — Eltern sollen deshalb auch Tage und Wochen nach dem Unfall aufmerksam bleiben. Kopfschmerzen, die zusammen mit Schwindel oder Sehstörungen nach dem Sturz auftreten, nennt die BZgA ebenfalls als Grund für ärztliche Hilfe — auch sie gehören sofort angeschaut.

Wie du Kopfschmerzen bei Kindern allgemein einordnest, steht in Kopfschmerzen bei Kindern.

Wann musst du bei Erbrechen oder Magen-Darm ins Krankenhaus?

Einmal erbrechen ist bei Kindern meist harmlos. Sofort zum Arzt gehört dein Kind, wenn es nach einem Sturz erbricht oder das Erbrochene hellrot ist. Hat es etwas möglicherweise Giftiges geschluckt, rufst du die Giftinformationszentrale an. Noch heute ärztlich abklären lassen solltest du es, wenn es nicht mehr trinkt oder deutlich seltener Pipi macht.

Die BZgA nennt für Erbrechen und Durchfall diese Gründe für eine ärztliche Abklärung — außerhalb der Sprechzeiten über die 116 117:

  • es gelingt dir nicht, dein Kind zum Trinken zu bewegen
  • Lippen und Zunge sind trocken und dein Kind macht seltener als alle 8 Stunden Pipi
  • es erbricht und hat gleichzeitig Fieber und Durchfall
  • es erbricht mehrfach, wirkt krank, und du erkennst keine Ursache wie einen Magen-Darm-Infekt
  • es erbricht morgens nüchtern oder hat dabei starke Bauchschmerzen
  • der Durchfall ist blutig

Bei einer möglichen Vergiftung sind die Giftinformationszentralen laut BZgA rund um die Uhr erreichbar; halte die Verpackung bereit, damit du genau sagen kannst, was dein Kind geschluckt hat. Ist es bewusstlos oder atmet es nicht, gilt sofort die 112. Was du bei einer versehentlichen Doppeldosis konkret tust, steht in Kind versehentlich doppelte Dosis gegeben. Wie du bei Magen-Darm Flüssigkeit gibst, erklärt Mein Kind behält bei Magen-Darm keine Flüssigkeit.

Wann sind Bauchschmerzen ein Fall für den Arzt?

Bauchschmerzen gehören noch heute ärztlich abgeklärt, wenn sie akut und stark sind: Dein Kind ist blass, weint anhaltend, bewegt sich kaum und zieht die Beine an. Dasselbe gilt, wenn die Bauchdecke sehr angespannt ist oder die Schmerzen nach etwa einer Stunde nicht besser werden oder wiederkommen.

Die BZgA nennt noch weitere Gründe für eine ärztliche Abklärung: wenn gleichzeitig Durchfall, blutiger Stuhl, Fieber, Erbrechen oder Schüttelfrost auftreten, wenn sich dein Kind nicht beruhigen lässt und sehr schlapp wirkt oder wenn die Schmerzen auch nachts kommen. Tagsüber ist das die Kinderarztpraxis, nachts und am Wochenende der Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder die Kinder-Notaufnahme.

Kommen zu den Bauchschmerzen Zeichen aus dem roten Kasten dazu, etwa ein Kind, das kaum noch ansprechbar ist, gilt die 112.

Wann ist Atemnot beim Kind ein Notfall?

Schwere Atemnot ist immer ein Notfall: Dein Kind ringt sichtbar um Luft, atmet sehr schnell oder unregelmäßig oder bekommt bläuliche Lippen. Dann rufst du die 112. Atmet es angestrengt, ist aber wach und ansprechbar, gehört es zeitnah zum Kinderarzt — nachts in eine gut erreichbare Kinder-Notaufnahme oder über den Bereitschaftsdienst.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte formuliert es auf Kinderärzte im Netz klar: Bei einer erkennbaren Atemnot soll immer sofort der Kinderarzt oder — vor allem nachts — eine gut und schnell erreichbare Erste-Hilfe-Stelle aufgesucht oder der Notarzt gerufen werden. Die wichtigste Sofortmaßnahme ist dabei, selbst ruhig zu bleiben und das Kind zu beruhigen, denn Angst und Unruhe verschlimmern Atembeschwerden.

Wie du schnelles Atmen im Schlaf einordnest, steht in Kind atmet schnell im Schlaf. Nächtlicher, bellender Husten ist oft Pseudokrupp. Was dann hilft und wann es kritisch wird, steht in Pseudokrupp bei Kindern nachts. Bei Säuglingen mit Husten und schneller Atmung lohnt ein Blick in RS-Virus beim Baby.

Was fragt dich die Notaufnahme — und wie hast du die Antworten parat?

In der Notaufnahme will das Team in wenigen Minuten verstehen, was los ist. Die Fragen sind fast immer dieselben: Seit wann ist dein Kind krank? Wie hoch war das Fieber und wann? Welches Medikament hat es bekommen, in welcher Menge, wann zuletzt? Wie viel hat es getrunken, wann war die letzte nasse Windel?

Um Mitternacht, nach Stunden mit einem kranken Kind, sind genau diese Antworten weg. Man schätzt, verwechselt die Tage und weiß nicht mehr, ob das Fiebermittel um acht oder um zehn war. Die BZgA rät deshalb ohnehin, für den Notfall die wichtigsten eigenen Daten und Telefonnummern griffbereit zu notieren.

In Mona hältst du Temperatur, Medikament mit Dosis und Uhrzeit und die Trinkmenge in wenigen Sekunden fest, auch nachts mit einer Hand. In der Notaufnahme zeigst du dann den Verlauf der letzten Tage, statt aus der Erinnerung zu rekonstruieren. Wenn dein Partner oder die Großeltern zwischendurch übernommen haben, steht deren Eintrag im selben Verlauf.

Zusätzlich hilft ein Handgriff an der Tür: die Packung des Fiebermittels einstecken, das dein Kind bekommen hat. Dann ist der Wirkstoff klar, ohne dass jemand raten muss.

Der Kinderarzt fragt. Du kannst antworten.

Symptomverlauf, Fieberkurve, letzte Medikamente: Mit Mona hast du alles in Sekunden parat, statt aus dem Gedächtnis zu raten.

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Häufige Fragen zu Notaufnahme und Krankenhaus beim Kind

Darf ich mit meinem Kind einfach in die Notaufnahme fahren?

Ja. Die Elternleitlinie Fieber nennt ausdrücklich beide Wege: im Notfall den Rettungsdienst unter 112 anrufen oder selbst ins nächste Kinderkrankenhaus fahren. Selbst fahren passt, wenn dein Kind ansprechbar ist und stabil atmet. Ist es bewusstlos, krampft es oder ringt es um Luft, rufst du die 112.

Wann rufe ich 116 117 statt 112?

Die 116 117 ist der ärztliche Bereitschaftsdienst, deutschlandweit erreichbar, wenn die Kinderarztpraxis geschlossen hat. Er ist für Beschwerden gedacht, die heute noch ärztlich angeschaut werden sollen, aber nicht lebensbedrohlich sind. Bei Bewusstlosigkeit, schwerer Atemnot, Krampfanfall oder Zeichen einer Blutvergiftung ist die 112 die richtige Nummer.

Was mache ich, wenn ich einfach ein schlechtes Gefühl habe?

Nimm es ernst. Die BZgA rät, sich immer an eine ärztliche Praxis zu wenden, wenn du dir Sorgen machst, weil dein Kind irgendwie verändert wirkt, ohne dass du es erklären kannst. Auch die Elternleitlinie Fieber zählt es ausdrücklich zu den Warnzeichen, wenn Eltern sehr besorgt oder unsicher sind.

Mein Kind ist auf den Kopf gefallen und wirkt normal — muss ich trotzdem zum Arzt?

Nicht jede Beule braucht einen Arzt. Beobachte dein Kind aber weiter: Erbrechen kann zeitverzögert auftreten, und genau das ist nach dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte ein Grund für ärztliche Hilfe. Dasselbe gilt für eine weiche, schwappende Beule. Aufmerksam bleiben solltest du auch in den Tagen danach.

Ab welcher Temperatur muss mein Kind ins Krankenhaus?

Die Zahl allein entscheidet selten. Eine feste Grenze gibt es bei Babys unter drei Monaten: Ab 38 °C, im Po gemessen, gehören sie sofort ärztlich untersucht. Bei älteren Kindern zählen die Begleitzeichen, etwa schrilles Schreien, starke Schmerzen oder ein Kind, das schwer krank wirkt. Fieber über drei Tage gehört zum Kinderarzt.

Wie erkenne ich eine Blutvergiftung bei meinem Kind?

Die BZgA nennt als mögliche Sepsis-Zeichen: erhöhte oder sehr niedrige Temperatur über mehrere Tage, Schüttelfrost, kalte Hände und Füße, Herzrasen, sehr schnelle oder unregelmäßige Atmung, blasse bis bläuliche Haut, Lippen und Zunge und ein verwirrtes, interesseloses Kind. Bei diesen Zeichen oder im Zweifel gilt der Notruf 112.

Zusammenfassung: 112, Notaufnahme, 116 117 oder abwarten?

SituationWas tun?
Bewusstlos oder atmet nicht · schwere Atemnot, sehr schnelle oder unregelmäßige Atmung · blasse bis bläuliche Haut, Lippen, Zunge · Krampfanfall · nicht ansprechbar, verwirrt, auffällig teilnahmslos · steifer Nacken · Hautflecken, die sich nicht wegdrücken lassen · Zeichen einer Blutvergiftung · nach einem Sturz: undeutliche Sprache, reagiert nicht normal oder Blut aus Ohr, Nase oder MundNotruf 112
Kopf heftig angeschlagen · Erbrechen nach einem Sturz, auch Stunden später · weiche, schwappende Beule · Kopfschmerzen mit Schwindel oder Sehstörungen nach einem Sturz · hellrotes Erbrochenes · Baby unter 3 Monaten ab 38 °C (im Po gemessen)Sofort in die Kinder-Notaufnahme oder zum Kinderarzt
Möglicherweise etwas Giftiges geschlucktGiftinformationszentrale — bei Bewusstlosigkeit oder Atemstillstand sofort 112
Akute, starke Bauchschmerzen oder sehr angespannter Bauch · Fieber über 3 Tage · trinkt nicht · trockene Lippen und seltener als alle 8 Stunden Pipi · Erbrechen mit Fieber und Durchfall · angestrengte AtmungHeute ärztlich abklären — außerhalb der Sprechzeiten 116 117
Dein Kind trinkt, ist wach und reagiert auf dichBeobachten, Trinken anbieten — Temperatur und Medikamente in Mona festhalten